If we lost each other 2moro

Was wir, oder zumindest

ich, überzeugt als Erinnerung ausgeben - womit wir einen Augenblick, eine Begebenheit, einen Sachverhalt meinen, die einem Fixierbad ausgesetzt und so vor dem Vergessen bewahrt wurden -, ist in Wirklichkeit eine Form von „storytelling“, Geschichtenerzählen, das sich unaufhörlich in unserem Geist vollzieht und sich oft noch während des Erzählens verändert. Zu viele widerstreitende Gefühlsinteressen stehen auf dem Spiel, als dass das Leben jemals ganz und gar annehmbar sein könnte. Und möglicherweise ist es die Arbeit des Geschichtenerzählers, die Dinge immer wieder von Neuem so anzuordnen, dass sie für den Augenblick einen Sinn ergeben.  William Maxwell

Putting The Pieces Together

JS Mit siebzehn habe ich das erste Mal im Theater gearbeitet – als Operndramaturgieassistent und als Regiehospitant im Schauspiel des Theaters meiner Heimatstadt Aachen. Seitdem habe ich das Theater nie mehr verlassen. 2001, mit dreißig, habe ich begonnen, über das Paradoxon nachzudenken, dass ich im interpretierenden Beruf als Regisseur ständig eine Realität nachbaue, die mir fremd bleibt auf abgedunkelten Probebühnen. Die Wirklichkeit „draußen“ wurde zeitgleich komplexer. Und im Arbeiten an den dramatischen Stoffen der Moderne entwickelte ich zunehmend Hunger nach Realität. EMAA Zürich etablierte eine Brücke zwischen den Welten: Seit 2009 arbeite ich an der Schnittstelle von Kunst, Gesellschaft, Politik und... weiterlesen »