Arts Administration – der Blog
Kunstprodukte sind abhängig vom Umfeld und den Bedingungen, in denen sie produziert werden.
In den Festengagements von Köln über München bis nach Hamburg habe ich unterschiedlichste Führungs- und Organisationsstile beobachtet, abhängig von der spezifischen Struktur des jeweiligen Theaters und den persönlichen Eigenschaften der Intendanten. Als Freelancer spürt man indes beim ständigen Wechsel der Produktionsorte die unterschiedlichen Effekte dieser Bedingungen auf den Arbeitsprozess hautnah.
Der an der Universität Zürich vermittelte Begriff “Arts Administration” fokussiert die daraus resultierenden Fragestellungen, unter anderem: Was braucht Kunst zur Entfaltung? Können Theater für ihre Produktionsprozesse bei Wirtschaftsunternehmen lernen? Oder ist künstlerische Arbeit per se anarchisch? Was bedeutet das für das “mittelständische Unternehmen” Stadttheater? Etc.
Kurzum: Was ist Arts Administration? Let’s figure it out together… Externe Blogbeiträge ausdrücklich erwünscht!
Regieführen – Dokumentation der Inszenierungen
Während meines Regiestudiums wurden die Grundlagen vermittelt; die Erforschung der Methoden darstellender Kunst (z.B. Stanislawski, Strasberg, Brecht, Grotowski, Michail Tschechow) verschränkte sich mit der Analyse unterschiedlicher Herangehensweisen des Regieführens (z.B. Zadek, Savary, Stein, Wilson) und wurde abgerundet durch Studienprojekte, die eine eigene Handschrift herausforderten. Durch die praktische Arbeit am Stadttheater als Assistent und Produktionsleiter mit sehr unterschiedlichen Regisseuren (von Jan Bosse über Dieter Dorn bis zu Rene Pollesch) entwickelte ich eine eigene professionelle Methodik die zwischen Textanalyse, handwerklich versiertem Szenenbau und Improvisation frei wählen kann. Die Fähigkeit, Texte selber umzuarbeiten und autorisch einzugreifen, komplementierte meinen Ansatz des Regieführens.
