Theater machen

State of the Union

Zweiter Aufschlag 2026

Regelmäßig treffen sich Louise und Tom im Pub. Sie ist Ärztin und trinkt Weißwein. Er ist Musikkritiker und mag Bier. Bei ihren Treffen handelt es sich allerdings nicht um ein Date im herkömmlichen Sinn, sondern sie stimmen sich gemeinsam auf die nächste Sitzung bei ihrer Paartherapeutin ein. Das Paar ist einige Jahre verheiratet, hat ein Kind, und dann folgte ein Fehltritt. Genauer gesagt: Ein Fehler, mit drei Wiederholungen, darauf legt Louise wert. Doch sie beschließen, ihre Ehe nicht ad acta zu legen, sondern aufzuräumen, was jahrelang unter den Teppich gekehrt wurde. Woche für Woche diskutieren sie kleinste Fortschritte, kritisieren die Macken des Anderen und schöpfen Hoffnung an neu entdeckten Gemeinsamkeiten.
Der britische Erfolgsautor Nick Hornby zeigt mit diesen ganz normalen Eheleuten in schlagfertigen Dialogen wie ehrlich und komisch eine Ehekrise sein kann. — Arne Bloch 

Die Wiederaufnahme am 19. März 2026 mit Katharina Paul und Hagen Ritschel war ein großer Spaß! Die Figuren sind näher am geschriebenen Alter angekommen. Bis zum Sommer bieten viele Termine noch die Gelegenheit zum Ostseebad mit Theaterbesuch!

Premiere 2024

Wie sehen Millenials auf die vorhergehenden Generationen? Unsere Besetzung ist wahrscheinlich 15 Jahre zu jung – und das wurde zum Dreh- und Angelpunkt der Konzeption: Wie schauen wir überhaupt auf die Generationen vor uns? Sind die Themen so universell, dass sich dann ohne zu große mimetische Verstellung die Figuren verkörpern. Gerade auch dadurch, dass wir die Zuschreibungen, die wir uns voneinander (und in dem Fall von den fiktiven Personen machen) offenlegen. Der Stoff an sich hat Aspekte, die eine große emotionale Tiefe mit politischen Beobachtungen und einer Spielweise mischen, die man am ehesten in britischer und amerikanischer (Stand-Up) Comedy vorfindet.

State of the Union von Nick Hornby
Premiere: 2. Februar 2024, Wiederaufnahme 19. März 2026
Volkstheater Rostock | Kleine Komödie Warnemünde
Die nächsten Termine
Ausstattung: Jochen Strauch
Louise 2024 Klara Eham, 2026 Katharina Paul
Tom 2024 Bastian Ingelin, 2026 Hagen Ritschel
Dramaturgie: Arne Bloch
Fotos 2024 © Dorit Gätjen, Fotos 2026 © Thomas Ulrich

mit Klara Eham (Louise, Anfang 40, Ärztin) & Bastian Inglin (Tom, 44, Musikjournalist)

Also immer wieder auch ein Veröffentlichen der emotionalen Zustände, eine Pointierung der Konflikte mit dem Publikum als die Squash-Wand, an der die Bälle des Ehekriegs abgeschmettert werden. Ein großer Spaß, auch wenn der Text mit den Brexit-Bezügen eine eigene gedankliche  Übertragung ins Jetzt braucht. Diese Phantasie, dass man national und alleine besser dastünde, diese Illusion ist uns heute erschreckend vertraut, „es ist ein kurzer Weg ins Publikum. So wird der Zuschauer gleich hineingeworfen“ beschreibt Thorsten Czarkowski nach der Premiere in der Ostsee-Zeitung.

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