„Regisseur Jochen Strauch findet dafür eine klare, zugängliche Form, die Humor nicht gegen Ernsthaftigkeit ausspielt. (…)
Lob & Tadel ist kein gefälliger Abend, aber ein sehr offener. Einer, der zeigt, wie viel Leidenschaft im Austausch zwischen Theater und Stadt steckt.“ — Kira Wirtz, Aachener Zeitung 28.06.2026

„Wir hatten freien Einblick in Mails und Briefe – von begeisterten Publikumsstimmen über kleinere und größere Beschwerden, wüste Be- und anschließende Entschuldigungen bis hin zu Pressestimmen aus unterschiedlichen Zeitungen“, beschreibe ich Kira Wirtz für ihren Vorbericht in der Aachener Zeitung vom 17. Juni 2026, der im Juli auch noch im Stadtmagazin Klenkes veröffentlicht wird.

Die eigentliche Herausforderung habe darin bestanden, daraus Theater zu machen, nicht als bloße Lesung, sondern als eigenständige Form. Die Lösung sei gewesen, dass Lob und Tadel zu Figuren zu machen und ich verriet, dass wir diese beiden „Superhelden“ in den Kampf ziehen lassen werden. Dass wir keine Namen nennen werden, obwohl die echten Briefe nur leicht gekürzt aber eben ohne Rückschlüsse auf die Zuschauenden verarbeitet werden. Für uns zeuge jede Rückmeldung, auch die schroffe, von Auseinandersetzung. Uns das ist es doch, wofür wir Theater machen.

„Formal ist Lob & Tadel als Revue angelegt: Quizformate, kleine Wettkämpfe, Kartenabfragen und direkte Publikumsbeteiligung strukturieren den Abend. Die Mischung aus Mitmachen und Zuschauen ist dabei erstaunlich gut austariert. (… Es) entsteht das Gefühl eines kollektiven Nachdenkens über Theatererfahrungen. Dass Menschen offen bekennen, wie sehr sie Theater lieben – und wie viel sie darüber wissen – wirkt fast befreiend.“

„Hellenkemper als hitzköpfiger Tadel, im grau-schwarzen Superhelden-Outfit, der fast würgen muss, wenn ihm etwas Positives über die Lippen kommt. Voellmy als Lob, weiß-golden gewandet, enthusiastisch bis zur Übertreibung, der selbst vernichtende Kritiken in funkelnde Komplimente verwandelt.“

„Inhaltlich liegt die Stärke des Abends dort, wo er die Qualität von Rückmeldungen ernst nimmt. Viele der zitierten Briefe und Mails sind sprachlich so pointiert, reflektiert und eigenwillig, dass sie zeigen, wie intensiv sich Teile des Publikums mit dem Gesehenen auseinandersetzen.“

„Der Abend ist nicht durchgehend kritisch im engeren Sinne, eher wohlwollend, manchmal fast versöhnlich. Gerade darin liegt aber auch seine Haltung: Kultur wird hier sichtbar geschätzt – von der Bühne wie vom Publikum. Und das ist, in Zeiten permanenter Bewertung und schneller Urteile, alles andere als selbstverständlich.“ — Kira Wirtz, Aachener Zeitung 28.06.2026
Teaser auf Instagram vor der Premiere
Stückentwicklung von Jochen Strauch & Taale Freese
mit Jonas Hellenkemper & Benedikt Voellmy
Regie & Bühne: Jochen Strauch
Dramaturgie: Taale Freese
Komposition: Malcolm Kemp
Licht: Yannik Funken
Assistenz: Ferdinand von Berzdorf
Kostüme: Lieke Rietjens
Bühne Umsetzung: Anne Adam, Clara Engelhardt, Lilli Keller
Fotos: Sandra Borchers © für das Theater Aachen
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