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About me

Mit siebzehn bin ich ins Theater eingestiegen. Im Schauspiel des Theaters meiner Heimatstadt Aachen machte ich erste, orientierende Schritte als Regiehospitant, später in der Dramaturgie der Opernabteilung. Ich wollte das unbedingt wissen: Wie funktioniert das? Dafür zu sorgen, dass jeden Abend “der Vorhang hochgeht”? Seitdem habe ich das Theater nie mehr verlassen.

2001, mit dreißig, nach dreizehn Jahr stetiger Beschäftigung mit Erlernen und Praxis des Theaterlebens, konnte ich die Augen nicht mehr vor einem Paradoxon verschließen: Im interpretierenden Beruf als Regisseur baue ich ständig eine Realität nach, die mir aufgrund meiner Biografie in der Kunst fremd ist – und die fremd bleibt in der “Black Box” ununterbrochener Theaterproben.

Die Wirklichkeit “draußen” wurde zeitgleich komplexer, Standpunkte verflüssigten sich: Inszenierungen mussten reagieren auf Bedrohungen durch sich wandelnde, globalisierte Gesellschafts- und Wirtschaftsstrukturen. Erzählgewohnheiten veränderten sich nicht zuletzt durch die Vervielfältigung von Kommunikationskanälen. Und im Arbeiten an den dramatischen Stoffen der Moderne entstand in mir vor allem eines: Hunger nach “Wirklichkeit”. Ich entwickelte eine innere Notwendigkeit, diese neuen Wirklichkeiten zu begreifen. Aber auch: Diese begreifbar und beschreibbar zu machen. Wie organisieren sich Realitäten und wie funktioniert Kunst, die auf Welt Bezug nimmt?

EMAA Zürich (Executive Master in Arts Administration) etablierte ab 2006 eine Brücke zwischen den Welten. Seit 2009 arbeite ich an der Schnittstelle von Kunst, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.

Diese Homepage zeichnet nicht nur Abschnitte meiner beruflichen Erfahrungen nach; sie öffnet sich – ganz den neuen, “sozialen” Medien zugewandt auch als Plattform. Eben nicht nur zur archivierenden Dokumentation meiner Regiearbeiten, sondern nun auch inklusive eines einfachen Blogsystems: Dieser Blog beschäftigt sich anhand von Artikeln, Gedankennotaten und Essays als fortlaufender und assoziativer work-in-progress-Bereich mit dem gesamten Arbeitsfeld Arts Administration. Kommentare und Gastartikel sind ausdrücklich erwünscht.

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