Theater machen

Sekretärinnen

Sekretärinnen

von Franz Wittenbrink
Premiere: 18.02.2005
Theater Lübeck
Bühne und Kostüme: Frauke Firl
Dramaturgie: Karla Mäder

Jeder Mensch pflegt seine eigene Art, unglücklich zu sein, und Frauen sind darin besonders erfinderisch. Jedenfalls diese sieben Frauen, die zusammen in einem Büro arbeiten – wenn sie nicht gerade privat telefonieren oder singen. Es gehört manchmal Mut dazu, Klischees zu brechen; aber mindestens so viel Mut gehört dazu, von Klischees saubere Abzüge zu machen und sie farbenfroh und bis in alle Einzelheiten auszumalen. Wenn das gelingt, dann entsteht Komik, und dann leuchten die vielen kleinen Wahrheiten auf, die sich in den großen Lügen der Klischees verbergen.

Diesen Mut haben der Regisseur Jochen Strauch, die Ausstatterin Frauke Firl und die Schauspielerinnen aufgebracht – nur so kann diese Revue funktionieren. Viele kleine Ideen und Umdeutungen machen den Abend zu einem Vergnügen. […]

Lübecker Nachrichten, Februar 2005

Zwischen uraltbraunen Schreibtischen, Aktenwand und Sanitäreinheit singen, tippen, tanzen die Sekretärinnen in der Regie von Jochen Strauch in den Lübecker Kammerspielen – eine peppig-grelle Revue und 90 Minuten purer Bühnenspaß. Genial an diesem Liederabend ist die Art wie sich die Liedtexte zu kleinen Alltagsgeschichten verbinden. Diesen Sekretärinnen hätte man gern noch stundenlang zugeschaut.

Kieler Nachrichten

Dem Geschick des Regisseurs bleibt es vorbehalten, aus der Reihung von zwei Dutzend Liedern neunzig Minuten szenische Kurzweil zu gestalten. Jochen Strauch gelingt das bestens im Verein mit der Ausstatterin Frauke Firl, dem Choreographen Dino Di Iorio und dem Pianisten Jan-Peter Klöpfel, der die musikalische Leitlinie schwungvoll in seinen Händen hält. […]

Das komplette weibliche Schauspiel-Ensemble liefert ein humoristisches Kabinettstück nach dem anderen. Welches Vergnügen die Komödiantinnen daran haben, die Sehnsüchte und Reibereien in diesem Mikrokosmos auszuspielen und teils durchgeknallte Typen zu verkörpern, ist jeder Sekunde anzumerken – und ruft beim Publikum ein ums andere Mal Heiterkeit und Szenenapplaus hervor.

Lübecker Stadtzeitung

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