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Das Theatercamp: Theater und Internet, eine Un-Konferenz

Theatercamp

TheatermacherInnen treffen auf Blogger:innen und Web-Expert*innen,

um in Workshops und Sessions miteinander zu diskutieren und kreativ zu hinterfragen, ob und wie Theater und Social Media zusammen passen. Kann ein Theater das World Wide Web nutzen – gibt es vielleicht sogar Theater 2.0? Taugt Social Media „nur“ für die Kommunikation mit Besuchern, also für Marketing, CRM und Audience Development – oder lassen sich diese neuen Medien gar als erweiterte Bühne künstlerisch-inhaltlich nutzen und gestalten? Was halten wir von kreativen Schreibworkshops „im Schwarm“? (Wäre es z.B. Zeit für „Die facebook-Dialoge“?)

Und apropos CRM

Wie viel Einblick in unser Tagesgeschäft wollen wir eigentlich gewähren? Wäre ein Livestream von den Bühnenproben tatsächlich ein Mittel, um mehr Menschen für ihr Stadttheater zu begeistern – oder entzaubern wir damit unser Metier? Wo beginnt und wo endet der Schutzraum der Künste? Sind Livestreams und Public Viewings tatsächlich interessante Wege, neue Zielgruppen zu erreichen?

Wenn es um Marketing, bzw. Vertrieb geht

Lassen sich zeitnah große Mengen an Tickets direkt über facebook, twitter, instagram, pinterest etc. verkaufen? Welche neuen Formen der so genannten „Sozialen Medien“ sind spannend für Theater? Lässt sich per Crowdfunding tatsächlich mühelos Geld für Kunstprojekte akquirieren? Wie werden follower und Fans zu realen Besuchern? Ist online-Aktivität in offline-Treue wandelbar? Oder ist die Begeisterung aus den Gründerjahren der Kommunikation 2.0 bei den Praktikern des Theaterbetriebs in pure Skepsis umgeschlagen? Das alles und viel mehr kann in den Fokus geraten am 11.11.12 im Thalia Theater Hamburg beim Theatercamp.

Das Theatercamp ist – gemäß der Barcamp-Definition – eine offene, partizipative „Un-Konferenz“

Es gibt kein festes Programm. Wer eine „Session“ (Vortrag, Workshop, Diskussionsrunde, Erfahrungsbericht…) anbieten möchte, stellt sich und sein Thema zu Beginn der Veranstaltung kurz vor. (Vorschläge werden auch schon im Vorfeld im Theatercamp Blog gesammelt.) Die Teilnehmer entscheiden vor Ort gemeinsam, welche Themen ins Programm aufgenommen werden. Jeder Teilnehmer ist zum Mitwirken angehalten: Selbst eine Session anbieten, sich aktiv in Diskussionen einbringen, über die Veranstaltung bloggen und twittern, dem Orga-Team unter die Arme greifen – all das zählt.

Update 10.09.12 – Kombiticket Konferenz und Theater

Kombiticket für die Konferenz plus Theater ab sofort an der Theaterkasse und per Telefon im Thalia: Um 19 Uhr startet „Amerika“ von Franz Kafka in Bastian Krafts Inszenierung mit Philipp Hochmair.

Update 20.09.12 – Operncamp integriert

Das erste Münchner Operncamp kooperiert mit uns in Hamburg.
Ab sofort auch alle Opernblogger, -dramaturgen, -marketingmenschen, -kenner nach Hamburg buchen!

Update 13.11.12 – Von Altona ans Alstertor

Am Tag des Theatercamps war Philipp Hochmair erkrankt und stattdessen gab es für die Kombitickets auch noch die Fahrt von Altona ans Alstertor – zu Luks Percevals großartigem „Kirschgarten“.

Update 17.11.12 – Mediales Feedback und Dokumentation

Kritiken zum Theatercamp in der TAZ und auf Nachtkritik.
Dokumentation der einzelnen Panels des Barcamps.

2 Kommentare zu “Das Theatercamp: Theater und Internet, eine Un-Konferenz

  1. Der taz-Artikel „Das Blog des Nibelungen“ von Barbara Behrendt zum Theatercamp.

  2. Die Nachtkritik von Esther Slevogt zum Camp.

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